Lesungen, Vorträge & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstler*innen oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autor*innen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referent*innen, Künstler*innen und den Besucher*innen.

März 2025

28.03. LESBISCHE BÜCHERNACHT & QUEERPARTY

Freitag | 20:00 bis 02:00 Uhr

Spannende, berührende und humorvolle Geschichten von Leidenschaft, Liebe, Leben und Erotik. Gemeinschaftsveranstaltung von Querverlag, Unrast-, Konkursbuch-Verlag und der Frauenkultur.
Eintritt: 8,- | 6,- ermäßigt (incl. Party)

In Hinterräumen I Querverlag
Mit KATHARINA SCHOLZ
Die junge, lesbische Pastorin Kalli Krause hat sich in das kleine Moorstede versetzen lassen, um einem schmerzhaften Konflikt in ihrer Wahlfamilie zu entkommen. Doch die Gemeindemitglieder machen es ihr nicht leicht. Und Zeit, sich einzuleben, hat Kalli auch nicht: Vor den Augen der versammelten Trauergesellschaft wird ihre erste Beerdigung, die der jüngsten Tochter einer der einflussreichsten Familien der Region, von einem fremden Mädchen auf dramatische Weise gestört. Kallis Neugier ist geweckt; bei ihren Recherchen in der mecklenburgischen Provinz stößt sie auf ungeahnte Hindernisse und Verborgenes.

Mittendrin im Lilabunt I Ulrike Helmer Verlag
Mit MIRJAM MÜNTEFERING
Inge Klottka (71) lebt auf dem Dykenhof in der Lüneburger Heide ihren Traum einer Frauen-WG. Dass dort ebenfalls der Queere Facettenhof aufmachte, hat Inge stets belächelt. Doch dieser Hof erhält starken Zulauf – im Gegensatz zum Dykenhof. Als sie erfährt, dass dessen Besitzerin das zehnjährige Jubiläum des Hofes mit großen Dorffest feiern wird, beschließt Inge, ebenfalls ein Jubiläumsfest zu geben – zum Dreißigsten, am selben Tag! …und im Ruhrgebiet lebt Kati (17) mit ihrer Mutter – und hat nie herausgefunden, was die Beziehung ihrer Mütter zerstörte. Ist es da Schicksal, dass sie im Altpapier die Einladung zur Jubiläumsfeier in der Lüneburger Heide findet? Kurz entschlossen nutzt sie diese als Eintrittskarte in die Vergangenheit ihrer Mütter und findet sich bald wieder inmitten lila Landlesben und bunten Queers.

Schlimme Sachen mit Damen I Konkurs Verlag
Mit JOEY JUSCHKA
Haare bürsten als frühkindliche lesbische Begegnung, Klo-Besuche mit und ohne Geschlechtsverwirrung, spielende Kinder als Bestseller-Verhinderung? Flirtkrise, Gruppenzwang und peinliche Getränke; dazu Makler mit Wäscheständern, grölende Frauen, sterbende Fans … Das alles zusammen ergibt Berlin, eine Stadt, die Joey Juschka beobachtet und in ihren Geschichten notiert, auf ihre eigene Art: Übertreibung trifft auf Humor, Alltag auf Philosophie… ein queerer Blick auf den Kiez.

Herzschmerz ade, Herzschlag willkommen! Eine Lesenacht für gebrochene Herzen und wilde Abenteuer I Ylva Verlag
Mit SIMONE BAUER & CHRIS ZETT
Simone Bauer liest aus ihrem Roman “Hinterm Großstadtdschungel links. Aus dem Liebesleben einer Kleinstadtpflanze” und Chris Zett entführt uns in die Welt ihres Ärzt:innen-Romans “Zu Herzen genommen”. Beide Romane zeigen, dass Liebe sowohl in der hektischen Großstadt als auch in den vertrauten Gefilden der Heimat zu finden ist.

Ab 22.30 Uhr Die QUEERE-PARTYNACHT zur Buchmesse
All You Can Dance – mit DJ BABY G

Lust auf Dancing, Talking und People? DJ BABY G aka. Latifa Iguma ist queer-feministische Rapperin, DJ und Aktivistin aus Gera… u.a. spielte sie letztes Jahr auf den CSD’s Gera und Sonneberg. Sie legt für euch eine bunte Mischung aus Dance, 90er Hits und Pop auf.
Wir freuen uns auf Euch, auf ein offen zugewandtes, diskriminierungsfreies und solidarisches Miteinander…
Eintritt: 5,- Euro

29.03. Veranstaltungen zur Buchmesse 2025 Leipzig liest

Samstag | 15:30 bis 21:00 Uhr

15.30 Uhr
LESUNG & GESPRÄCH
Aktuelle sexualwissenschaftliche Veröffentlichungen. Einblick und Gespräch
Prof. Dr. HEINZ-JÜRGEN VOSS, Sexualwissenschaft & sexuelle Bildung am Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur der FH Merseburg

Das Institut für Angewandte Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg ist mit seinen Arbeiten prägend für die Sexualforschung in Deutschland und darüber hinaus. In der Buchreihe „Angewandte Sexualwissenschaft” (Psychosozial-Verlag) entstehen Beiträge, die aktuelle Entwicklungen zu Sexualität und geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimmung reflektieren.
Vorgestellt werden u.a. „Zwischen Vulnerabilität und Handlungsfähigkeit: Zur Selbstsorge pädagogischer Fachkräfte im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche” (von Johanna Hess), „Gender, Sex, Taboo: Insights from Armenian Sex Education” (Zhanna Gevorgyan), „Grundlagen des Sexocorporel” (hg. von Heinz-Jürgen Voß & Harald Stumpe), „Beratung bei ungewollter Schwangerschaft” (hg. von Eva Maria Lohner, Maika Böhm, Christiane Bomert & Katja Krolzik-Matthei) sowie““Einführung in die Sexualpädagogik und Sexuelle Bildung” (Heinz-Jürgen Voß). Einladung in Einblicke aktueller Veröffentlichungen und Forschungen… und zum Gespräch.
Eintritt: frei

19.30 Uhr
LESUNG I Unrast Verlag
Queer-feministische Positionen. Ausgangspunkt: Südamerika und die Karibik
Mit KATYA MEYER & VERÓNICA ORSI

In Bewegungen wie dem Movimiento de Mujeres y Diversidades Indígenas por el Buen Vivir und Ni Una Menos… oder in Symbolen wie einem grünen Tuch für das Recht auf legale, sichere und kostenlose Abtreibung zeigt sich ein dekolonialer Feminismus, der sich dem Kampf gegen das cis-heteronormative Patriarchat in Lateinamerika und der Karibik verschrieben hat.
Anhaltende Wirtschaftskrisen sowie machistische und infrastrukturelle Gewalt gegen feminisierte BPoC-Körper treiben die in diesem Sammelband präsenten diasporischen Bewegungen und Wissensproduktionen an. Ausgehend von Reflexionen lateinamerikanischer und karibischer Autor:innen über kulturelle und künstlerische Ansätze zeigen die Beiträge auf unterschiedlichste Weise die Transversalität feministischer Praktiken. Das Buch trägt dekoloniale, kontra-patriarchale Ideen und diasporisches Wissen feminisierter Körper zusammen und zeichnet eine alternative Geografie queer-feministischer Militanz, politischer Aktivismen und transnationaler Allianzen.

KATYA MEYER, chilenische Sozialarbeiterin, lebt, studiert und arbeitet in Berlin; interessiert sich für dekoloniale Bewegungen und Wissen, das außerhalb der Machtsphären produziert wird.
VERÓNICA ORSI, Kuratorin, Autorin und Dozentin; arbeitet in den Bereichen kritische Museumsstudien, feministisches Organisieren rund um Feminizide und (nicht-)reproduktive Gerechtigkeit sowie Aktivismus und politische Widerstandspraktiken.
Eintritt: frei

30.03. Veranstaltungen zur Buchmesse 2025 Leipzig liest

Sonntag | 11:00 bis 14:15 Uhr

11.00 Uhr
LESUNG & GESPRÄCH I Ulrike Helmer Verlag
Mütter in die Politik! Wie der Einstieg in die (Kommunal-)Politik gelingt.
Mit SARAH ZÖLLNER

Wie finden Frauen mit zu betreuenden Kindern den Weg in die Politik? Und wie behaupten sie sich dort? Wie bilden sie erfolgreich Netzwerke und setzen langfristig ihre Ziele um? Zu Wort kommen 21 Mütter, die in der Kommunal-, Landes-, Bundes- & Europapolitik oder auch außerhalb der Parteipolitik aktiv sind. Darunter Katarina Barley (SPD) und Alexandra Geese (GRÜ-NE/EFA). Best-Practice-Beispiele und Tipps bilden einen Pool, aus dem Jede schöpfen kann, die sich politisch engagieren möchte. Das Sachbuch analysiert, warum auch heute noch so wenigen Frauen und vor allem Müttern der Schritt in die Politik gelingt – und wie sich das ändern lässt.

SARAH ZÖLLNER, freie Journalistin und Autorin. 2020 erschien ihr erstes Sachbuch „Alleinerziehend. Und nun?“; 2023 „Mütter. Macht. Politik“, das sich mit der gesellschaftlichen Stellung von Menschen, die Fürsorgeverantwortung übernehmen, kritisch auseinandersetzt. Sarah Zöllner lebt mit ihren zwei Söhnen in der Nähe von Heidelberg.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

13.00 Uhr
LESUNG & GESPRÄCH I Dörlemann Verlag
Flimmern im Ohr
Mit BARBARA SCHIBLI

Sommer 2010. Während Priska mit ihrem Innenohr-Implantat das Hören so übt, dass die Punkmusik von früher wieder Rausch werden könnte, erschüttert ein politischer Skandal die Schweizer Öffentlichkeit. Wie in den politisch aufgeheizten 1970er- und 80er-Jahren hat der Inlandsgeheimdienst wieder illegal Daten verdächtiger Personen abgegriffen. Auch Priska wurde damals beobachtet. Die neuerliche Fichen-Affäre weckt Erinnerungen an ihre Zeit in der Clubszene und der Schweizer Frauenbewegung, vor allem aber an Gina, ihr Vorbild, ihre unerschrockene Mitstreiterin und große Liebe, die ebenfalls im Visier des Staatsschutzes war. Über dreißig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist.
Mit poetischen Bildern und sanfter Radikalität spürt Barbara Schibli der Frage nach, ob wir mit den Jahren immer mehr wir selbst werden oder uns in Kompromissen verlieren. Und woran wir den Unterschied erkennen.

BARBARA SCHIBLI studierte Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik und lebt im Kanton Aargau. Sie unterrichtet neben dem Grundlagenfach Deutsch auch Literarisches Schreiben und ist Mitglied des Verbandes Autor*innen der Schweiz. Ihr Debütroman „Flechten“ wurde ausgezeichnet mit dem Studer/Ganz-Preis und dem GEDOK-Literaturförderpreis.

April 2025

10.04. Die DDR ist nachhal(l)tig. Eine Streitschrift zur Ostidentität

Donnerstag | 17:00 bis 19:00 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH mit ELLEN HÄNDLER & UTA MITSCHING-VIERTEL

Die Ostdeutschen haben ihre eigene Identität. Diese Erkenntnis speist sich aus über 80 narrativen Interviews, die die beiden Autorinnen führten – und in denen Männer und Frauen über ihr Leben in der DDR und der Bundesrepublik berichten. Im vorliegenden Band werten sie diese Lebensberichte aus. Über das Demokratie-, Bildungs- und Arbeitsverständnis im Osten, berufliche Brüche nach der Wende bis zum Familienbild zeichnen sie ein überzeugendes Mosaik typischen Ost-Seins nach. Sie zeigen, was Menschen im Osten besonders macht und auf welche Weise Erfahrungen im Sozialismus bis heute nachwirken. Ein Muss für alle, die den Osten Deutschlands verstehen wollen.

UTA MITSCHING-VIERTEL & ELLEN HÄNDLER, beide Jahrgang 1948, wuchsen in der DDR auf, gründeten eine Familie und begannen dort ihre berufliche Laufbahn. Uta Mitsching-Viertel, promovierte Politologin, arbeitete in verschiedenen Verlagen und beim DDR-Fernsehen; nach der Wende in der öffentlichen Verwaltung eines Bundesministeriums. ELLEN HÄNDLER, promovierte Soziologin, war im Amt für Jugendfragen und im Ministerrat der DDR tätig und arbeitete nach der Wende im Bundesamt für Vermögensfragen und als Pressesprecherin. Bisherige Veröffentlichungen: Unerhörte Ostfrauen (2019); Problemzone Ostmann (2021)

15.04. Kollektive Krisensitzung und psy-kritische Perspektiven

Dienstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH I edition assemblage

Mit get well soon

Psychische Gesundheit wird zunehmend öffentlich thematisiert und als gesellschaftliches Anliegen erkannt – doch die damit verbundenen Herausforderungen und Stigmatisierungen bleiben bestehen. Wer entscheidet, wer psychisch ‚krank‘ und ‚gesund‘ ist? Welche Folgen haben Pathologisierungs-Prozesse? Die Buchreihe Gegendiagnose von „get well soon“ hinterfragt klassische Konzepte der Psychiatrie und Psychologie und stellt sie in einen machtkritischen Zusammenhang.

Statt allein auf professionelle Hilfe zu setzen, beleuchten die Autor:innen differenziert Krisenerfahrungen und Potenziale sowie Risiken kollektiver Praktiken und Selbsthilfe. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben erneut deutlich gemacht, wie stark soziale Ungleichheiten in Krisenzeiten zutage treten und wie unterschiedlich Menschen davon betroffen sind.
Wie können wir Strukturen schaffen, die nicht nur Diagnosen stellen, sondern echte Unterstützung bieten? Diese Veranstaltung lädt dazu ein, über neue Perspektiven auf mentale Gesundheit nachzudenken und gemeinsam über gerechtere Formen der Fürsorge zu sprechen.

get well soon ist eine Gruppe von vier Herausgebenden. Sie sind zum Teil selbst diagnostiziert und/oder Allies. Ihnen ist es wichtig, diverse, kritische Perspektiven auf Psychologie und Psychiatrie zu stärken und miteinander in Austausch zu bringen.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

22.04. Feminismus und Be_hinderung – Barrieren und inklusive Kämpfe

Dienstag | 17:00 bis 19:00 Uhr

VORTRAG & GESPRÄCH mit ERIKA KREBEL

Was bedeutet es, eine Frau zu sein und eine Behinderung zu haben? Frauen kämpfen für ihre Rechte. Menschen mit Behinderung kämpfen für ihre Rechte. Doch Frauen mit Behinderung erleben oft doppelte Benachteiligung. Sie haben weniger Zugang zu Bildung und Arbeit und sind häufiger von Gewalt betroffen. Oft werden sie nicht gehört.
In feministischen Bewegungen ist Selbstbestimmung ein wichtiges Ziel. Jede Frau soll selbst über ihr Leben entscheiden können.
Doch was, wenn jemand Unterstützung braucht? Wird Unabhängigkeit manchmal überbetont?
Brauchen wir nicht alle Hilfe von anderen?

In dieser Veranstaltung sprechen wir darüber, wie wir Benachteiligung und Bevormundung abbauen und füreinander da sein können.
Wie können feministische Räume so gestaltet werden, dass sie wirklich für alle offen sind?
Gegen welche Ungerechtigkeiten müssen wir kämpfen? Was wollen wir gemeinsam erreichen?
Lasst uns zusammen nach Antworten suchen. Offen für alle FLINTA, mit und ohne Behinderung.

ERIKA KREBEL ist aktiv bei Naturfreundejugend Leipzig, studiert Soziale Arbeit und arbeitet seit Jahren mit Menschen, die behindert werden und ärgert sich mit ihnen gemeinsam darüber.
Eintritt: frei

29.04. Der Kampf kurdischer Frauen für Freiheit und Menschenrechte

Dienstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

INPUT, FILM & GESPRÄCH mit WOMEN DEFEND ROJAVA

Die derzeitige Lage der Frauen in Kurdistan, insbesondere in den Regionen Nordsyriens, der Türkei, im Irak und im Iran, ist geprägt von ihrem unermüdlichen Kampf gegen schwere Einschränkungen ihrer Freiheit und Menschenrechte.

Nach einer einführenden Darstellung durch die Leipziger Gruppe „Women Defend Rojava“, die sich seit 2019 für die Solidarität mit den Frauen vor Ort engagiert, wird der Film „Der Freiheitskampf der Kurdinnen“ (2016) gezeigt. Im Anschluss daran sind alle eingeladen zu einem offenen Gespräch, um gemeinsam über die Herausforderungen und den Widerstand der Frauen in dieser Region nachzudenken.
Eintritt: frei