Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstlerinnen* bzw. von Nachwuchskünstlerinnen*.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig! Kostenlose Beratungen für Frauen* zu Rechtsfragen in unterschiedlichen Kontexten, zu FairSicherungen oder zu Projektunterstützungen bzw. externe Workshops zum Themenkreis Gerechtigkeit & Faires Miteinander haben hier offene Räume – auch gleichstellungspolitische Archiv-Aktivitäten besonders im Kontext von Frauen ´89 sind hier seit Jahrzehnten verortet.

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women*”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrantinnen* verschiedener Sprachräume. Wichtige sozio-/interkulturelle Projekte der Frauenkultur Leipzig sind der Interkulturelle Offene Mädchentreff MiO und das Interkulturelle Frauen-Informations- und Begegnungszentrum FiA im Leipziger Osten. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Leipziger Frauen vor, während und nach 1989
a project in process …

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Offenes Feministisches DemokratieArchiv

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig


Zur offiziellen Webseite des Leipziger Frauen*/FLINTA Festival 2026 am 30.05.2026


Verzweigungen. Jüdische Lebenszweige …

Sexuelle Gewalt an Kindern ist nie „privat“!
Hinsehen. Handeln. Jetzt!

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig

Save the Dates

März 2026

22.03. Im Rahmen des ersten bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte 2026

Sonntag | 15:30 bis 17:00 Uhr

LESUNG & MUSIK
Stimmen von 1989.
FLINTA*-Improvisationen zu Bildern und Texten aktiver Frauen der Friedlichen Revolution
ANNA-LENA PANTEN Stimme, Komposition | WIEBKE Stimme, Performance | ELENA BJUAN Trompete | ANNELIE WEISSEL Bass

Die Musikerinnen* des FLINTA*-Musik-Netzwerk Leipzig entwickeln ein einmaliges Live-Konzert zu ausgewählten Zitaten politisch engagierter Frauen von 1989 und zu Kunstwerken des Wettbewerbs „Frauen 1989 – Künstlerinnen*2019“.
Bilder und Texte werden projiziert, Texte live eingelesen – und vier professionelle Musikerinnen* improvisieren musikalische „Antworten“ auf diese historischen Stimmen. Dies schafft einen dialogischen Raum: historische Zitate werden in die Gegenwart übersetzt und führen zum Nachdenken über demokratische Verantwortung, Gleichberechtigung und Engagement heute. Zudem werden Räume geöffnet für marginalisierte Perspektiven – eine Form der Erinnerungskultur, die oft überhörten Stimmen politisch aktiver Frauen der Friedlichen Revolution laut und sichtbar macht.

Elena Bjuan – Trompete; Absolventin der ESMUC Barcelona sowie der HMT Leipzig; freischaffend in verschiedenen Orchestern und Ensembles. In ihrer künstlerischen Arbeit liegt ein Schwerpunkt auf der Verbindung klassische Musik und Improvisation. Daraus entwickelte sie ihr eigenes Soloprojekt mit eigener Musik. Mitglied des Neirah Duo, das Geschichten von Frauen musikalisch erzählt, sowie des Flama Trio, das freie Improvisation mit spanischer Folklore verbindet.

WIEBKE – Stimme, Performance; arbeitet als Künstlerin zwischen Musik, Performance und visueller Kunst; verbindet als Singer-Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Produzentin Folk und Jazz zu intimen, ritualhaften Live-Erlebnissen; zudem traumainformierte Gesangscoachin (NARM); mitwirkend in Performance-, Tanz- und Theaterproduktionen. Seit 2022 realisiert sie mit dem Conscious Duo Ausstellungen, Workshops und Live-Art-Performances (u.a. MUZA Malta 2023). 2025 erschien ihr Debütalbum Space In Between auf Vinyl.

Anna-Lena Panten – Sängerin und Komponistin; studierte Jazz/Pop-Gesang an der HMT Leipzig. Improvisation bildet den Kern ihrer künstlerischen Arbeit; sie schreibt und arrangiert für Bigband und Jazzorchester und ist in vielseitigen Projekten aktiv – von ihrem eigenen Singer-Songwriter-Projekt über die Transit Band bis zum Jazz-Duo Panten & Wieg und dem Vokaltrio Die Lenas. Sie war Stipendiatin u.a. von Yehudi Menuhin Live Music Now; gewann 2020 mit dem Kollektiv Xylit den HUGO-Wettbewerb für neue Konzertformate.

Annelie Weißel – Bassistin mit Schwerpunkt Jazz; frühe Instrumentalausbildung (u. a. Querflöte, Klavier, Saxophon), preisgekrönte Jugend- und Big-Band-Ensembles. einjähriges Gesangsstipendium an der HMT. Mitglied des Duos Görda; Bassistin und Backing-Vokalistin in weiteren Band- und Ensemblekontexten. Ihr Schwerpunkt: Verbindung von Improvisation, Songwriting im Kontext genreübergreifender Formate.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung
Im Rahmen des ersten bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte 2026 gefördert durch STIFTUNG ORTE DER DEUTSCHEN DEMOKRATIEGESCHICHTE

24.03. Unsichtbar gemacht: Der Mathilda-Effekt und wessen Wissen zählt

Dienstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

VORTRAG & GESPRÄCH
eine Veranstaltung zum 200. Geburtstag von MATILDA JOSLYN CAGE
mit LEA PAULA MÜLLER

Warum kennen wir so viele männliche „Genies“, während die Leistungen von Frauen oft übersehen oder vergessen werden? Der Mathilda-Effekt beschreibt ein strukturelles Muster, bei dem Beiträge von Frauen – besonders in Wissenschaft und Kultur – systematisch abgewertet oder anderen zugeschrieben werden. Benannt wurde dieses Phänomen nach MATILDA JOSLYN CAGE, geboren am 24.03.1826. Sie kämpfte radikal für das Frauenstimmrecht in den USA und war eine scharfsinnige Analytikerin. So argumentierte sie, dass sich nicht die Frauen weiterentwickeln müssten, um ihren gleichberechtigten Platz einzunehmen, sondern das Patriarchat – auch diese Wortschöpfung stammt von ihr. Mit imponierendem Wissen brachte sie die Geschichte bedeutsamer aber vergessener Frauen wieder ans Licht. Anhand historischer und aktueller Beispiele zeigt der Vortrag, dass das Unsichtbar-Machen der Leistungen von Frauen kein Einzelfall ist. Gemeinsam wird untersucht, wie Machtverhältnisse, Geschlecht und Anerkennung zusammenwirken; wer besonders häufig übersehen wird – und warum.

LEA MÜLLER, B.A. Soziale Arbeit; beschäftigt sich u.a. mit feministischen und gesellschaftskritischen Diskursen.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

26.03. Haare sind nicht neutral: Warum Körperhaare kein Privatproblem sind

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

INTERAKTIVER VORTRAG
mit ARZU CORNELIA TARHAN

(Körper-) Haare gelten oft als private Frage von Geschmack, doch der Umgang mit ihnen ist eng mit rassistischen, kolonialen und geschlechtlichen Machtverhältnissen verknüpft. In diesem interaktiven Vortrag mit ARZU CORNELIA TARHAN werfen wir einen kritischen Blick auf die Geschichte und Gegenwart von Körper- und Kopfhaaren im westlichen Kontext und fragen, wie Vorstellungen von Weiblichkeit, Normalität und „Hygiene“ entstanden sind. Neben wissenschaftlichen Inputs wird es Raum für gemeinsamen Austausch und kritische Reflexion zu Normen von Haarlosigkeit und deren Wirkung geben. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Körper, Rassismus und Alltagspolitiken zusammendenken möchten.

ARZU CORNELIA TARHAN studiert Soziologie an der Universität Wien mit einem Schwerpunkt auf der Konstruktion sozialer Geschlechternormen, sozialer Ungleichheit und Kultursoziologie.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

28.03. Ach Du grüne Neune!

Samstag | 10:00 bis 13:00 Uhr

KRÄUTERWANDERUNG
Mit KERSTIN LEUBNER
u.a. Sozialpädagogin & zertifizierte Kräuterfrau

Neun Kräuter gehören traditionell in die Gründonnerstagsuppe. An diesem Vormittag gehen wir nach ihnen auf die Suche und erfahren mehr über ihre Inhaltsstoffe und warum gerade im Frühling die die Kraft der grünen Wilden so gut für uns ist.
Wie immer gibt es ein Skript und Rezepte zum Mitnehmen und ein kleines Picknick in der Natur.

Mitzubringen: 1 leeres Marmeladenglas
https://www.frauenwege-begleiten.de/
Anmeldung ist bitte bis 26.03.2026 erforderlich.
Unkostenbeitrag: 20,- | 15,- Euro ermäßigt | unter 12 Jahren: 10,- Euro (Teilnahme möglich ab 8 Jahren)

29.03. Zweistimmige Herzenslieder aus Lateinamerika

Sonntag | 16:00 bis 17:00 Uhr

KONZERT des DUOs SOL Y SOMBRA
mit BEATE FURCHT (voc/perc) & IRIS DONNER (voc/git)

Das Duo begibt sich mit seinen poesievollen Herzensliedern musikalisch durch das farbenreiche Lateinamerika, durch Mexiko, Kuba, die Kap Verden und Brasilien. Im Konzert entspinnt sich facettenreich ein fein ausbalancierter Dialog zwischen erzählten Geschichten und Liedvortrag – mit Klängen von Gitarre und percussiven Akzenten.
Dabei geht es um all die großen Fragen der Liebe und des Lebens – um Begehrlichkeiten, Eifersucht und tief verankerte Sehnsucht, die sich in den Texten der Songs widerspiegelt. Mit großer Empathie für die Protagonist:innen ihrer Lieder singt sich das Duo mit beseelter Tiefe in die Herzen der Zuhörenden. Im treibenden Takt von Tango-, Samba und Rumba Rhythmen wird geballte Lebenslust fühlbar.
Eintritt: 9,- | 7,- Euro ermäßigt

April 2026

09.04. Der Mut der Frauen: Rettung jüdischer Ehemänner im Holocaust

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

VORTRAG & GESPRÄCH
mit SARAH A. BROPHY, Florida, USA, PPP-Stipendiatin Universität Leipzig

Dieser Vortrag untersucht, wie die NSDAP und das Naziregime nach 1933 mit einer der letzten verbliebenen Verbindungen zwischen jüdischen Menschen und „Ariern“ umgingen: der sogenannten Misch-Ehe. Über die weitreichenden Verbote der Nürnberger Gesetze 1935 hin-aus beleuchtet er die Einführung „privilegierter“ und „nichtprivilegierter“ Misch-Ehen, den umkämpften Status der „Mischlinge“ sowie den gesellschaftlichen Druck und Terror, durch die Paare aus der „Volksgemeinschaft“ ausgegrenzt wurden. Auf Grundlage von Gerichtsakten und Berichten Überlebender wird gezeigt, warum bestimmte Ehen – insbesondere zwischen „arischen“ Frauen und jüdischen Männern – selektiv geschützt wurden – und legt das komplexe Zusammenspiel von Rassenideologie, militärischen Erwägungen und sozialer Kontrolle offen.

SARAH A. BROPHY studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Florida State University. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit „Misch-Ehen im Dritten Reich“.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

11.04. Yoga. Verbindung mit dem Rhythmus der Natur

Samstag | 10:00 bis 12:00 Uhr

YOGA-WORKSHOP – in englischer Sprache
Kursleitung: CAROL ROJAS GUERRERO
Dieser Workshop zielt darauf ab, sich symbolisch mit dem Körper (physisch, mental, emotional und spirituell) mit den vier Elementen (Erde, Wasser, Feuer und Luft) zu verbinden. Durch Yoga wird dabei gefördert, äußere Geräusche auszublenden, sich wieder zu verbinden und auf den Rhythmus unseres Seins in Harmonie mit der Natur zu hören.

Wir werden Asanas (Yoga-Stellungen), Pranayamas (Atemübungen), Meditation (Energieaktivierung) und Chakren (emotionale Aktivierung) erkunden. Diese Sitzung ist für alle Niveaus geeignet – auch für Anfängerinnen*. Stil: Vinyasa Yoga. Flow
*) Bitte informieren Sie uns im Voraus, wenn Sie schwanger sind oder unter einer bestimmten Erkrankung leiden.

Bitte eine eigene Yogamatte oder Decke mitbringen | Zielgruppe: FLINTA*-Community über 18 Jahre. Anmeldung bis zum 09.04.2026 || Teilnahmegebühr: 10,- | 8,- Euro (ermäßigt).

YOGA-WORKSHOP
Connect with the rhythm of nature through the practice of yoga
This workshop aims to symbolically connect the body (physical, mental, emotional, and spiritual) with the four elements (earth, water, fire, and air). Through the practice of yoga, it promotes silencing external noise, reconnecting, and listening to the rhythm of our being in harmony with nature. We will explore Asanas (yoga postures), Pranayamas (breathing exercises), Meditation (energy activation) and Chakras (emotional activation). This session is suitable for all levels… also for beginners*. Style: Vinyasa Yoga. Flow
*) Please inform us in advance if you are pregnant or suffer from any particular medical condition.

Please bring your own yoga mat or blanket. Target audience: FLINTA*community over the age of 18. Registration deadline: April 9, 2026 || Participation fee: €10 | €8 (reduced rate).

13.04. Sich frei malen

Montag | 15:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP

mit ANJA BÖTTGER
Bildende Künstlerin, Performerin & Wildpflanzenpädagogin

In dem Workshop gibt es die Möglichkeit, innere und äußere Themen und Bilder, Stimmungen, Gefühle und Undefinierbares mit Hilfe von Farben und Formen aus sich rauszulassen und aufs Papier zu bringen. Alles ist auf dem Papierformat möglich und willkommen. Keine künstlerischen Vorkenntnisse nötig!

Teilnahmegebühr: 20,- | 15,- Euro ermäßigt, incl. Material (Farbstifte und Papier)
Anmeldung: bis 10.04.2026 unter: kontakt@anja-boettger.de oder @art.anja.boettger

23.04. Kräuter – Hexen – Märchen

Donnerstag | 17:00 bis 18:30 Uhr

RUNDGANG IM APOTHEKERGARTEN
Mit PEGGY BURIAN, Soziologin, Märchenerzählerin & KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und Kräuterfrau.

Ein kräuterig, märchenhafter Rundgang durch die Geschichte der Kräuter und der „weisen und heilkundigen Frauen“ im Märchen. Bei star-kem Regen/Sturm fällt die Veranstaltung aus | Anmeldung bis zum 21.04.2026 unter 0341 – 2130030 oder hallo@frauenkultur-leipzig.de

Ort: Apothekergarten, vor dem Hospital-Tor | Eingang zum Friedenspark, 04103 Leipzig
Erreichbarkeit: Straßenbahn: 12, 15 (Ostplatz), 2, 16 (Johannisallee) Bus: 60 (Liebigstraße)
Teilnahme: 10,- | 8,- Euro ermäßigt

23.04. Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht.

Donnerstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

GESPRÄCHS-CAFÉ
Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung
mit der Autorin HELGA KRÜGER-KIRN
Moderation: NADINE BERGER

Ist Mütterlichkeit weiblich? Nein, Mütterlichkeit ist menschlich. Doch als kulturelle Denkfigur wurde sie historisch an die gesellschaftliche Position der Frau gebunden. Trotz gleichstellungspolitischer Maßnahmen und einer gelebten Vielfalt von Familienformen ist es bisher erst im Ansatz gelungen, das auf kulturell tradierten Normen beruhende Konzept von Mütterlichkeit zu verändern. Zudem prägen unbewusste Muster elterliches Denken und Handeln und verhindern eine gleichberechtigte Verteilung familiärer Aufgaben.

Wie können wir Mütterlichkeit und Fürsorgeverpflichtung gesamtgesellschaftlich neu denken? Helga Krüger-Kirn geht der Frage nach, wie tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft erreicht werden kann – und plädiert für ein Verständnis von Mütterlichkeit, die nicht länger an das biologische Geschlecht, die biologische Mutterschaft gebunden ist.

HELGA KRÜGER-KIRN, psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Honorar-Professorin an der Philipps-Universität Marburg; Mutter von drei Kindern. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: weibliche Identitätsentwicklung im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Weiblichkeitsdiskursen und der Materialität des Körpers; Mutterschaft und Antifeminismus
NADINE BERGER, psychologische Psychotherapeutin, aktiv bei Psychologists for future und Feminist Rebellion
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

25.04. Nature writing. Schreiben im Küchenholz

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIBWORKSHOP
Mit Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT

„Das reichste Buch: die Schriften der Natur, auf hunderttausend Blättern tiefstes Wissen, lebendige Lehre…“ (Hafis)

Die Natur ist ein Kraftort, der zum Innehalten einlädt. Bei einem Schreibspaziergang durch das „Leipziger Küchenholz“ verbinden wir stilles Beobachten mit biografischem Schreiben. Und betrachten das eigene Leben im Spiegel der Landschaft neu. Am Ufer der ‚Weißen Elster‘, auf der Jahresbaumwiese und im Volkspark Kleinzschocher reflektieren wir über den eigenen Lebensfluss, Wachstum und neue Wege. Beim bewussten Erleben natürlicher Rhythmen öffnen sich neue Sichtweisen auf Wandel, Abschied und Neubeginn als Teil des Lebensweges. Freut Euch auf einen kraftvollen und inspirierenden Schreibworkshop im frühlingshaften ‚Küchenholz‘. Bitte mitbringen: Wettergerechte Kleidung, eine Sitzunterlage, Proviant sowie Notizbuch und Stift.

Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und zertifizierte Leiterin für Schreibwerkstätten, Kreatives Schreiben und Biographie-Arbeit (EAG-FPI) | Max. 10 Teilnehmer:innen | Anmeldung bis zum 23.04.2026.
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt

Treffpunkt: Österreich-Denkmal am Eingang zum Küchenholz, Antonienstr. 8 / Ecke Küchenholzallee, bei der Bushaltestelle Rödelstraße

26.04. Den grünen Wilden auf der Spur

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

KRÄUTERWANDERUNG
Mit KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und Kräuterfrau.

Essbare Wildkräuter haben viele Vorzüge und können unsere Ernährung wesentlich aufwerten. Vorausgesetzt man kennt sie. Bei dieser Kräuterwanderung werden wir essbare Wildpflanzen in der schönsten Frühlingszeit im Wald und auf der Wiese kennenlernen. Ihre Inhaltsstoffe und Möglichkeiten der Verwechslung werden auch eine Rolle spielen.
Wie immer gibt es ein Skript und Rezepte zum Mitnehmen und ein kleines Picknick in der Natur.
Mitzubringen: 1 leeres Schraubglas | Anmeldung ist erforderlich bis zum 24.04.2026.
Teilnahmebeitrag: 20,- | 15,- Euro ermäßigt | unter 12 Jahren: 10,- Euro (Teilnahme möglich ab 8 Jahren)

Treff: In der Frauenkultur Leipzig

26.04. Mail-Art. Postkarten-Kunst & politische Aktion der 1980er Jahre

Sonntag | 16:00 bis 18:00 Uhr

POSTKARTEN-BÖRSE, KAFFE & KEKS
Mit der Galeristin ELKE PIETSCH und der Fotografin CHRISTIANE EISLER

Als Mail-Art aktuelles Ausdrucksmittel für politischen Protest war… gab es noch keine E-Mails. Mail-Art bedeutet schlicht Kunst per Post… Karten als Originaldrucke oder Fotografien, handsigniert in begrenzter Stückzahl. In der DDR der 1980er-Jahre mit klaren Statements gegen Umweltzerstörung, für Abrüstung… Mail Art war ein Medium, um abseits staatlicher Vorgaben kritische Inhalte zu teilen.

Nach einem thematischen Input zum Thema sind wir im Gespräch mit ELKE PIETSCH, bis 1989 Leiterin der Galerie P, ab 1990 Leiterin der Galerie Süd. Sie stellte zahlreiche kritische Künstler:innen aus – und zum Teil deren Mail-Art. Aus ihrem Fundus werden zahlreiche Beispiele gezeigt und sind zum Teil gegen Spende zu erwerben. Die Fotografin CHRISTIANE EISLER erweitert die “Postkarten-Börse” um Karten zur DDR-Punk-Szene und spätere Motive.
Und Kaffee und Kekse gibt es auch…
Eintritt nach Selbsteinschätzung

27.04. Leinen los! Kunst der Kinderarche

Montag | 00:00 bis 00:00 Uhr

NEUE AUSSTELLUNG

Seit nunmehr zwei Jahren treffen sich die jungen Menschen aus den Kinderarche-Wohngruppen in Markkleeberg regelmäßig zur Kunsttherapie. Unter der einfühlsamen Begleitung ihrer Kunsttherapeutin JULIA PLUMENBAUM lassen sie mit Pinsel, Farbe und Papier, mit Ton und verschiedenen Werkzeugen ihrer Kreativität freien Lauf. Dabei entstehen ausdrucksstarke, berührende und farbenfrohe Werke, die Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt geben. Die Ergebnisse ihres schöpferischen Tuns werden präsentiert in dieser Ausstellung.

28.04. Warum Freier (fast immer) Männer sind. Über Männlichkeit, Sexualität und Prostitution

Dienstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION
mit Prof. Dr. ROLF POHL

Veranstaltet von Frauenkultur e.V. Leipzig in Kooperation mit der Gruppe Prostitutionskritik Leipzig und dem Grassi – Museum für Völker-kunde Ort: GRASSI – Museum für Völkerkunde, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig, Treff: Kassenfoyer

Eine aktuelle Anfrage zur Prostitution in Leipzig zeigt: 92,6% der nach dem Prostituiertenschutzgesetz registrierten Prostituierten sind Frauen, rund 69% von ihnen mit Migrationshintergrund. Diese Zahlen erfassen jedoch nur das behördlich bekannte Feld. Studien für Deutschland belegen außerdem: Weniger als 1% der Frauen nehmen sexuelle Dienstleistungen in Anspruch, hingegen haben über 26% der Männer schon mindestens einmal Sex gekauft. Die große Mehrheit der Freier sind also Männer.

Doch warum ist das so? Welche Vorstellungen von Männlichkeit, Weiblichkeit, Sexualität und Macht wirken hier zusammen? Und wie hängen sie mit gesellschaftlichen Normen und struktureller Ungleichheit zusammen? Aus psychoanalytischer und sozialpsychologischer Männlichkeitsforschung lässt sich zeigen, dass Prostitution ein Feld ist, in dem sich Begehren nach dem weiblichen Körper mit Feindseligkeit verschränkt. Diese Verbindung gehört zum unbewussten Fundament von Männlichkeit in hierarchisch-patriarchalen und heteronormativ geprägten Gesellschaften – und ist eine zentrale Quelle geschlechtsspezifischer Gewalt.

Zusammengefasst:
In der Prostitution drückt sich eine sexuelle Gier nach dem weiblichen Körper aus, die Sehnsucht und Feindseligkeit verbindet. Diese Mischung gehört zur unbewussten Grundausstattung von Männlichkeit in Gesellschaften mit einer nach wie vor hierarchischen und hetero-normativen Geschlechterordnung. Sie ist eine der wichtigsten Quellen geschlechtsbezogener Gewalt.

Prof. Dr. ROLF POHL, Sozialpsychologe und bis 2018 Professor am Institut für Soziologie der Universität Hannover, hat diese Dynamiken in seinem Grundlagenwerk „Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen“ untersucht. Darin zeigt er: Männlichkeit basiert oft auf der Objektifizierung von Frauen sowie der Abwehr von Weiblichkeit und Abhängigkeit von Frauen. In der käuflichen Sexualität treten diese Mechanismen besonders klar hervor, denn hier kann sich männliche Macht scheinbar widerspruchsfrei den Körper von Frauen aneignen. Mit dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung wollen wir die geschlechtsspezifischen Strukturen in der Nachfrage nach Prostitution sichtbar machen – und kritisch zur Diskussion stellen.

Gruppenbeschreibung Prostitutionskritik Leipzig: Prostitutionskritik Leipzig ist eine linke Gruppe und Zusammenschluss in Leipzig zur Kritik der Prostitution und der gesellschaftlichen Verhältnisse, die Prostitution hervorbringen. Wir stehen ein für Solidarität mit Betroffenen, Kampf gegen Freier und Zuhälter, gegen Patriarchat und Kapital. @prostitutionskritik_le/
Die Teilnahme ist kostenfrei.